Das Märchen in der Pandemie bei der Seglergemeinschaft Lohheider See

Von dem Gedanken bis zur Umsetzung

Von dem Gedanken bis zur Umsetzung
Wir schrieben das Jahr 2019, als die ersten Informationen zu einem groß angelegtem Förderprogramm der Landesregierung von Nordrhein Westfalen bekannt wurden. Gedanklich waren wir schnell bei einer Grobplanung angekommen und da es sich abzeichnete, dass wir in das Förderprogramm passen, wurde weiter konkretisiert. Erste Gespräche mit Stegbauern wurden zur Kostenermittlung geführt, die Machbarkeit hinterfragt und überprüft. Die Mitglieder wurden in 3 Veranstaltungen informiert und die Richtung abgefragt. Um die Förderung zu beantragen mussten drei vergleichbare Angebote vorliegen. Hierbei war es die Firma Dock Marine Deutschland, welche sich gegenüber den übrigen Anbietern vom Preis-Leistungsverhältnis zum Teil deutlich abgesetzt hatte. Hinzu kamen noch Angebote für Metallbau und Betonbau. Und dann war es plötzlich im Mai 2020 soweit, dass uns die Auszahlung der Fördersumme avisiert wurde. Und dann ging es los: der Auftrag an die Firma Dock Marine Deutschland wurde erteilt. 4 Hauptstege mit Längen zwischen 48 und 54 m. Material für Seitenstege in Form von Plattformen, Plattformen aus der Serie Boatlift in Verbindung mit Elementen aus der Sunnydock Serie und Fingerstege aus der Rotodock Serie, kombiniert mit Elementen aus dem Sektor Bootplattformen. Zusätzlich Badeleitern, Klampen und einen Personenlift für integrative Bedürfnisse komplettierten die Bestellung. Noch schnell einen Radlader dazu und 2 Großcontainer für Metall und Kunststoffabfälle und wir konnten mit dem Zerlegen der ersten Stege anfangen.

Die ersten Seitenstege sind demontiert und fachgerecht zerlegt.
Der Radlader, ohne den wir das nie so geschafft hätten.

Die erste Lieferung
Pünktlich kam der erste 40 Fuß Seecontainer per LKW bei uns an und wurde dank vieler Hände zeitgerecht entladen. Kurzes Durchschnaufen und schon war der zweite LKW da und es ging weiter. Wir waren platt aber auch glücklich.

Der erste Container nach knapp 2 Stunden arbeiten
Sauber aufgestapelt

Der Aufbau beginnt
Eine Rampe für die 3 x 2 m Rotodock Elemente mit Gleitschienen war vorbereitet und so erfolgte die wirklich einfache Montage sehr zügig. Bereits nach knapp 3 Stunden schwammen 51 m Hauptsteg auf unserem See. Parallel dazu erfolgte an einer weiteren Stelle die Montage der Seitenstege, in diesem Fall Fingerstege in der Version 6 x 1 m und 7,5 x 1 m mit Verstärkungswinkeln. Diese wurden nach der Verlegung des Hauptsteges an diesem montiert. Hier haben wir aus dem Wasser heraus die unteren Kuppler mit dem Gewindestab eingesetzt und von oben die Gegenstücke montiert. Diese Montage hat sich bewährt, da sie vom Zeitaufwand die günstigste ist. Am Wochenende drauf ging es weiter mit der Fertigstellung und Schaffung der Verbindung zum Tor, Montage der weiteren Seitenstege und Sicherung des Steges durch die vorhandenen Ankerleinen.

Die ersten Montageschritte

So war es an drei aufeinander folgenden Samstagen möglich, einen kompletten Steg zu montieren. Bis zur nächsten Lieferung hatten wir jeweils eine Zeitspanne von 6 Wochen und so hatten wir genug Zeit, die nächste Stegreihe aufzulösen. Da sich die Arbeitsabläufe immer besser darstellten, war es bis zum Steg 4 anstrengend, aber nicht stressig. Natürlich brauchte aber auch alles seine Zeit.

Nach Beendigung der ersten Schicht

Parallel war auch der Bau der Treppe an Steg 2in Auftrag gegeben und zeitnah mit den vorschriftsmäßigen Geländern erstellt.
Bei Steg 4 kamen die Sunny Docks und die Rollenstände als Boatlift ins Spiel, da es für uns selbstverständlich war, dass unsere VB- Flotte auch weiterhin ihre Boote trocken auf die Stege legen kann. Um dies zu gewährleisten, mussten von der Wasserseite Absenkungen neben den Rollenständen montiert werden. Hier war etwas Tüftelei gefordert, jedoch konnte auch das mit dem Team von Dock Marine gelöst werden.

Erfolgte Montage der Produkte Boatlift und Sunny Dock

Steg 3 wurde als letztes umgebaut und somit konnten im November auch noch die Arbeiten zum Aufbau der letzten Stegreihe fertiggestellt werden.

Auch mit einem Motorboot kann man trocken parken

Fazit: Nach annähernd 3000 dokumentierten Arbeitsstunden und vielen ungezählten Stunden, unter anderem durch die Teamleiter ist die Anlage in annähernd 6 Monaten durch unsere Vereinsmitglieder umgestaltet worden. Noch sind diverse Feinarbeiten, wie das endgültige Ausrichten erforderlich oder auch die Änderung der Treppenabgänge, von denen wir ursprünglich nur 2 umgestalten wollten, aber nun an allen Zugängen optimieren wollen. Hinzu kommt noch eine Druckwasseranlage, die an allen Hauptstegen die Möglichkeit geben soll, die Stege abzuspritzen.
Also wäre ausruhen auf dem Erreichten zwar möglich, jedoch nicht wirklich zielführend. Wir werden gemeinsam daran arbeiten, dass dieses großartige Kapitel in der Vereinsgeschichte zu einem erfolgreichen Abschluss kommt.

Frank Peinemann

Hier könnt ihr das Märchen noch als PDF-Datei herunterladen: https://lohheider-see.de/wp-content/uploads/2021/08/Das-Maerchen-in-der-Pandemie-bei-der-Seglergemeinschaft-Lohheider-See.pdf

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